Wie sieht ein Blended Learning Training konkret aus?



Da ein wesentlicher Aspekt unseres Blended Learning Ansatzes im Customizing besteht - also der maßgeschneiderten, individuellen Kundenlösung, lässt sich kein allgemeingültiges Blended Learning Konzept darstellen. Durch die folgende Grafik haben wir ein beispielhaftes Trainingsdesign zusammengefasst. Die Kombination der einzelnen Module kann aber, je nach spezifischer Situation, auch völlig anders ausfallen.

Grafik: Beispielhaftes Trainingsdesign

Während der gesamten Zeit des Trainings wird eine tutorielle Begleitung durch Trainer per Forum, e-Mail, Chat oder Telefon angeboten.

Durch den modularen Aufbau unserer Trainings, können wir schnell und effizient ein maßgeschneidertes Training für Ihren spezifischen Bedarf konzipieren und durchführen. Wir greifen auf einen umfangreichen Katalog von bereits entwickelten e-Learning Elementen zurück, die wir bedarfsgerecht kombinieren. Dies spart Kosten und Zeit. Natürlich entwickeln wir auch völlig neue Module, wenn dies für Ihren Trainingsbedarf notwendig werden sollte.



Projektbeispiel:

Intercultural Exchange - ein Blended Learning Projekt





Die ausführliche Beschreibung eines Blended Learning Projektes, für das wir mit dem Comenius Siegel 2005 für "herausragende Konzepte im Bereich Blended Learning" ausgezeichnet wurden.


Im Gegensatz zum Gros der Trainings in diesem Bereich, deren Fokus eher auf der Vermittlung konkreten Wissens und Handlungsanweisungen über bestimmte Kulturen liegt ("Bei Meetings in Japan sollten Sie nicht mit überschlagenen Beinen sitzen!"), ist der Ansatz von "Intercultural Exchange" deutlich breiter gefasst. Das Training verfolgt das Ziel, das allgemeine Bewusstsein für den Konzern als "Global Player" zu erweitern, kulturbezogene Stereotype zu überwinden und die Kommunikationsbereitschaft über kulturelle Grenzen hinweg zu steigern. Diese Ziele werden durch ein sechsstufiges Blended Learning Programm verfolgt.

Das sechsstufige Blended Learning Konzept:



1. Computerbased Training (CBT)



Den ersten Baustein des Blended Learning Konzepts bildet das CBT. Mit Hilfe dieses interaktiven Programms erarbeiten sich die Teilnehmer Basiswissen in den Bereichen kulturelle Stereotype, persönlichkeitspsychologische Aspekte der Teamarbeit sowie Grundlagen der Präsentation und Moderation.

Das CBT ist so aufgebaut, dass ein fiktives interkulturelles Team durch das Programm führt. Die Herausforderungen und Probleme in deren Zusammenarbeit bilden jeweils den Ausgangspunkt für das Vorstellen von Lösungsansätzen und hilfreichen Tools. Durch Lernkontrollen mit spielerischem Charakter erhalten die Teilnehmer nach jedem Kapitel ein Feedback über ihren Lernerfolg. Ein zusätzliches Element des Programms stellt ein psychologischer Fragebogen dar, der den Teilnehmern ein differenziertes Fremdbild liefert.

Die mit dem CBT erfolgte Wissensvermittlung und Einarbeitung in die Thematik stellen einerseits ein in etwa identisches Ausgangsniveau der Teilnehmer sicher und bilden andererseits eine solide Wissensbasis, die die Grundlage für die Aktivitäten in den Präsenzveranstaltungen liefert. Dort kann auf Vorträge zugunsten von erlebnisaktivierenden Methoden verzichtet werden.

2. Tutoriellgestütztes Webforum



Die Zielgruppe des Blended Learning Programms sind Mitarbeiter internationaler Konzerne, die in verschiedenen Standorten auf der ganzen Welt arbeiten. Hier bietet sich ein Webforum aufgrund der Zugänglichkeit und der asynchronen Kommunikation besonders an.

Wichtigste Ziele des über die ganze Zeit des Trainings und darüber hinaus zugänglichen Forums sind die Einleitung der Gruppenkohäsion durch das Vorstellen der Teilnehmer untereinander und den Beginn informeller Kommunikation, sowie die Abfrage von Erwartungen an die Präsenzveranstaltungen und das Klären organisatorischer Fragen.

3. Outdoortraining



Ein didaktischer Grundsatz von AHRENS & PARTNER ist die Verbindung von "High-Tech" mit "High-Touch". Unter "High-Tech" werden die modernen Methoden des e-Learning verstanden. "High-Touch" hingegen bezeichnet Methoden, die auf die emotionale Involviertheit der Teilnehmer abzielen. Besonders geeignet ist hier das Outdoortraining. Im Fall von "Intercultural Exchange" bildet es den ersten Teil der Präsenzveranstaltungen.

Outdoortraining bei AHRENS & PARTNER hat nichts mit Überlebenstraining (Würmer essen) oder extremen Grenzerfahrungen (Bungeejumping) zu tun. Alle Übungen - wie z. B. Floßbau oder die Organisation eines internationalen Dinners - sind herausfordernde aber nicht überfordernde Aufgaben an Teams, die Gruppenprozesse sichtbar machen und durch geeignete Intervention der Trainer entwickelbar machen. Insbesondere durch die bereits geschaffene theoretische Basis (durch das CBT) entsteht eine sehr konstruktive und fruchtbare Lernatmosphäre.

4. Indoor Workshop



Der zweite Teil der Präsenzveranstaltung findet indoor statt. Hier geht es um fachbezogene Aspekte der Zusammenarbeit. Der Indoor Workshop zielt darauf ab, möglichst nah an der Arbeitsrealität der Teilnehmer zu sein.

Fragestellungen aus der aktuellen Arbeitssituation der Teilnehmer werden hier in Gruppen bearbeitet, mit dem Ziel neue Organisationsformen und Prozesse zu initiieren. Die schon im Outdoortraining vollzogenen Entwicklungsschritte werden in dieser Phase gleichsam mit Inhalten und Verfahren aus der tatsächlichen Arbeitswelt der Teilnehmer verknüpft. Insofern stellt der Indoor Workshop einen wesentlichen Aspekt des Transfers dar.

5. Tutoriellgestütztes Webforum und Evaluation



Nachdem die Teilnehmer wieder in ihren Heimatländern sind, kommt das tutoriellgestützte Webforum wieder zum Tragen. Es dient als unterstützendes Instrument bei der Sicherstellung des Transfers. Es findet Austausch über Fragen, Schwierigkeiten und Lösungen im Alltag statt.

6. Follow-Up Training



Das wieder als Outdoortraining konzipierte Follow-Up Training findet ein Jahr nach der letzten Präsenzveranstaltung statt. Es dient zum einen der Vertiefung der angestoßenen Netzwerkbildung der Teilnehmer untereinander, zum anderen der Bearbeitung des durch die Evaluation ermittelten Entwicklungsbedarfs.

Hier können - je nach individueller Situation - die unterschiedlichsten Methoden zum Einsatz kommen: z.B. Methoden aus dem Spektrum des sog. Hochseilgarten, Teamtrainings im Wildwasser oder Einzel- und Gruppencoachings. Nicht zuletzt dient das Follow-Up Training auch der Motivation der Teilnehmer, da es in der Regel eine schöne Erfahrung ist, die Menschen wieder zu treffen, mit denen man eine intensive Erfahrung teilt.



Das Training "Intercultural Exchange" stellt im besten Sinne eine Blended Learning Lösung dar, da es nicht nur e-Learning mit dem Lernen im Seminarraum verbindet, sondern darüber hinaus hoch wirksame Methoden aus dem Bereich des Outdoortrainings integriert. Die überwältigenden Evaluationsergebnisse der zwei bereits durchgeführten Trainings und die Nachfrage nach zukünftigen Trainings bestärken uns in dieser Auffassung.
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